Neues Buzzword: Fog-Computing

Foto: Peter Hill / pixelio.de
Foto: Peter Hill / pixelio.de

Leute, wenn es nach dem CeBIT-Veranstalter Messe AG in Hannover geht, müssen wieder ein neues Wort lernen: Das Computern im Nebel. Die Messe AG in Hannover erklärt das so: „50 Milliarden Geräte sollen laut einer Cisco-Studie im Jahr 2020 mit dem Internet verbunden sein, vom hallengroßen computergesteuerten Gärtank einer Großbäckerei bis hin zur quasi-intelligenten Türklinke. Alle diese Geräte erzeugen Daten und werden in naher Zukunft den Menschen als größten Datenproduzenten ablösen. Continue reading „Neues Buzzword: Fog-Computing“

Wursthysterie

Foto: W. R. Wagner / pixelio.de

Hier kommt ein wunderbar klarer Beitrag von der Website „unstatistik.de“.

Die Unstatistik des Monats Oktober ist die Zahl 18. Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt, dass pro 50 Gramm täglichen Konsums von verarbeitetem Fleisch (wie etwa Wurst) sich das Darmkrebsrisiko um 18 Prozent erhöht. Wurst wird damit in die gleiche Kategorie der krebserregenden Stoffe wie Asbest oder Zigaretten eingestuft. Diese Meldung führte in Deutschland zu einer wahren Wursthysterie. Es gibt wohl keine Zeitung und keinen Radio- oder Fernsehsender, die nicht über dieses Ergebnis berichtet hätten. So warnte die Bild-Zeitung am 27. Oktober „Wurst und Schinken als krebserregend eingestuft!“ und die „Zeit“ fragte am 26. Oktober: „Rauchen kann töten, Wurst essen auch?“.

Was bedeuten diese 18 Prozent? Heißt das, dass von je 100 Menschen, die 50 Gramm Wurst täglich zu sich nehmen, 18 mehr an Darmkrebs erkranken? Nein! Denn bei dieser Angabe handelt es sich um ein relatives Risiko. Um die Meldung der WHO richtig einordnen zu können, benötigt man jedoch das absolute Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Das liegt bei rund fünf Prozent, und daran zu sterben: zwischen 2,5 und drei Prozent. Im Klartext bedeutet „18 Prozent mehr“ also, dass sich das absolute Risiko von etwa fünf auf sechs Prozent erhöht. Das hört sich schon etwas weniger dramatisch an. Continue reading „Wursthysterie“

Ein Tag im Schlemmerparadies

ScampiWas Meran für Oberitalien und Baden-Baden für den Schwarzwald ist, ist Bad Neuenahr für die Eifel und Naherholung suchende Bonner. Das Publikum ist im Schnitt gut über 60, aber kaufkräftig, weniger an Action und Entertainment interessiert, dafür aber umso mehr an gutem Essen und gutem Wein.

Das brachte den Sternekoch Hans-Stefan Steinheuer vor einigen Jahren auf die Idee, eine Art Freiluft-Promotionsshow mit anderen Köchen der Umgebung zu veranstalten. Der Köchemarkt war geboren – hier bekommt man für vergleichsweise kleines Geld die leckersten Schweinereien. Die Restaurants verdienen vermutlich nichts an dieser Veranstaltung, machen damit aber kräftig Reklame in eigener Sache. Oben sehen wir Scampi und Jacobsmuscheln mit Eifeler Bärlauchpesto, Noilly Prat und Brombeeren für 12,50 Euro. Dazu passte ein Riesling aus Dernau vom Weingut Kreuzberg.

Gedraenge

Vor den Küchenzelten herrscht bei gutem Wetter von 11:00 Uhr bis 20:00 Uhr dichtes Gedränge.

Rehsauerbraten

Als Nächstes sehen wir Rehsauerbraten mit Wirsing, gestovten Äpfeln und Brotknödeln von Sternekoch Hans-Stefan Steinheuer, dazu passte ein Spätburgunder vom Weingut Meyer-Näkel. Links oben sehen wir Himmel&Ääd einmal anders: Blutwurstkrapfen mit Kartoffel-Birnen, Meerrettichpürée und Pfifferling-Serviettenknödel.

Roastbeef

Das Restaurant Vieux Sinzig mit seinem Koch Jean-Marie Dumaine, der zwar seit 30 Jahren in Deutschland lebt, aber immer noch tapfer seinen französischen Akzent pflegt, päsentierte obiges Roastbeef vom Eifelrind mit Ratatuille. Im Glas auf dem Teller ist ein Kartoffelschaum mit Burgundertrüffeln.

Besucher01

Den Gästen schmeckt’s, das sieht man am Andrang.

BBQ-Rinderfilet

Hier sehen wir ein BBQ-Rinderfilet mit Sauerrahm auf Röstkartoffel-Wurzelgemüse und Maiskölbchen. Übrigens: Die ganze Veranstaltung hat auch deshalb Stil, weil es nirgendwo Pappe oder Plastik gibt (außer den Tischdecken). Porzellanteller, Metallbesteck, richtige Weingläser. So wird praktisch überhaupt kein Abfall produziert.

GrunzGrunz

Ich habe mir, wie man sieht, noch kleine Filets vom Wildschwein in Spätburgundersauce, Erbsenpürée und gefüllten Ravioli aus dem Jagdhaus Rech geleistet, dazu einen Spätburgunder der Winzergenossenschaft Mayschoß.

Saibling

Hier kommt noch ein Saibling daher, mit Hummersauce auf Pfifferlingsrisotto, aus der Küche des Golf- und Landclubs Bad Neuenahr. Der bot leckere Weine vom Weingut Deutzerhof, Mayschoß.

Kaesedessert

Zum Abschluss nochmal am Küchenzelt von Steinheuer vorbei: Da gab’s einen Teller mit Rohmilchkäsen von Degust aus Südtirol, Spielweg aus dem Munstertal im Südschwarzwald und Van Tricht aus Antwerpen. Dazu noch einmal einen Spätburgunder von Meyer-Näkel – und nichts ging mehr, außer einem Espresso.

Besucher02

Aber nächstes Jahr kommen wir wieder. Versprochen.

Ein Portal, das keiner braucht

heftigWenn so eine armselige Klitsche wie www.heftig.co tatsächlich 800.000 Facebook-Fans und 2,4 Millionen Shares in einem Monat bringt und angeblich die Zukunft des Nachrichten-Journalismus sein soll, dann fällt mir das Frühstück aus dem Gesicht. Oder ich muss meine Überschriften ändern. Etwa so: EZB senkt Leitzinsen. Wenn ihr lest, was Rolf Wenkel davon hält, werdet ihr in Tränen ausbrechen (wahlweise: wird euer Leben verändern, ist einfach unglaublich, raubt mir den Atem etc.) Eine gute Analyse hat Tobias Gillen gepostet: http://www.tobiasgillen.de/heftigstyle-clickbait-medien/

Dett is Balin, wa?

Dett is Balin, wa? from Rolf Wenkel on Vimeo.

Die Hackeschen Höfe liegen in der Spandauer Vorstadt im Ortsteil Mitte von Berlin, unweit des sogenannten Scheunenviertels. Sie stehen seit 1972 unter Denkmalschutz und sind täglich von Touristen aus allen Ländern der Welt überlaufen. Direkt nebenan gibt es einen kleinen Hackeschen Nebenhof, der nicht so gelackt und kommerziell daherkommt. Die Wände sind voll von Grafittis, und das zieht eine andere Sorte von Touristen an, nämlich vornehmlich Jugendliche.