Service für Bahnfahrer

aufzeichnen-300x291Der „Zugmonitor“ bietet eine Übersicht über die Verspätungen bei der Deutschen Bahn. Auf einer deutschlandweiten Streckenkarte werden die Fernverkehrsverbindungen in annähernder Echtzeit abgebildet, die einzelnen Züge sind als Pfeile dargestellt. Gelbe, orangene und rote Kreise signalisieren, ob der Zug fünf bis neun, zehn bis 30 oder über 30 Minuten verspätet ist. Per Suchfunktion lassen sich die Zugbewegungen auf eine Stadt oder einen Bahnhof begrenzt anzeigen, sogar auf einzelne Züge genau, sofern man die Zugnummer kennt. Ein Service für Bahnkunden, der nur ein Manko hat: Er kann nicht in die Zukunft schauen. Trotzdem liefert die Süddeutsche Zeitung damit ein schönes Beispiel für die interaktive Visualisierung großer Datenmengen, wie sie so weder in den Printmedien noch im TV funktioniert, sondern nur im Internet.

Ist mein Facebook-Selbstversuch gescheitert?

Wahrscheinlich geht es vielen Bloggern so wie mir. Sie melden sich auf facebook an, gewinnen innerhalb von ein paar Tagen 99 Freunde und merken, dass sie auf Larifari-Postings viel mehr Kommentare bekommen als auf ihre eigenen Blog-Einträge. So ist es auch mir ergangen, was man auch dem Datum des letzten Eintrags entnehmen kann (16. August 2011). 300671_2426303506155_1508560139_32501683_971042647_n-300x230Natürlich hat mein Blog keine große Leserschaft, und auf fb wird es einem leicht gemacht, mal schnell auf eine URL zu verweisen und diesen Verweis mit einem kurzen Kommentar zu versehen, der sofort für alle sichtbar ist. Da sind Blogs, die auf WordPress basieren, eindeutig im Nachteil. Doch ich muss gestehen: fb macht mich nicht mehr sonderlich an. Zu 95 Prozent werden da nette Witzchen, Karikaturen und Privatfotos ausgetauscht, ohne die man notfalls auch leben kann. Nur ein einziges mal hat sich auf fb eine ernsthafte Diskussion entwickelt.

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Facebook-Selbstversuch

(Foto: Gerd Altmann/pixelio.de)
(Foto: Gerd Altmann/pixelio.de)
Von George Clooney wird gesagt, er wolle sich lieber von einem Arzt mit einer eiskalten Hand die Prostata abtasten lassen als sich auf fb anzumelden. Ich kann den Mann verstehen, er hätte vermutlich in den ersten Minuten eine Viertelmillion Freundschaftsanfragen – dabei will der Mann einfach nur seine Ruhe haben. Gottlob wird mir so etwas nicht passieren. Mein Motiv, mich auf fb anzumelden, war etwas anders. Mein Arbeitgeber hat einen für meine Begriffe sehr guten Web-Auftritt: Nicht so schnell und aktuell wie Spiegel Online, dafür aber hintergründiger und analytischer – und das in 30 Sprachen. Allein das impliziert schon, dass unser Blick etwas weiter über den Tellerrand hinausgeht als bei anderen deutschen Nachrichtenportalen (und z. B. der Tod von Bernd Klüver nicht unbedingt ein Thema ist, was uns vom Hocker reißt) – und deshalb etwas Reklame in fb verträgt.

Das ist nun einige Wochen her, und ich bin etwas enttäuscht. Continue reading „Facebook-Selbstversuch“

Zuphall?

Vielleicht hätte ich bei facebook doch nicht schreiben sollen, dass ich Jazz mag.
Oder wie anders ist es zu erklären, dass ich bei meinem nächsten Besuch das hier
zu sehen kriege?
Jazz Festival St.Moritz
schweizerhofstmoritz.ch
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Package für Jazzliebhaber im Hotel Schweizerhof St.Moritz. Vom 14. Juli bis 14. August 2011 ab CHF 350 im Doppelzimmer..

Facebook-Bubble

Foto: Alexander Klaus/pixelio.de
Foto: Alexander Klaus/pixelio.de
Keine Frage: Facebook ist eine Erfolgsgeschichte. Die Investoren stehen Schlange, Marc Zuckerberg sammelt fleißig Dollars ein. Bislang braucht sein Baby keine Geschäftszahlen zu veröffentlichen. Steigt die Zahl der Investoren aber über 500, muss auch Facebook Quartalsberichte vorlegen. Und weil das irgendwann sowieso kommt, kann man ja vorher an die Börse gehen und noch ein paar Milliarden einsammeln. Der Fernsehsender CNBC tippt auf einen Börsengang Anfang 2012. Und er beteiligt sich fleißig an den Spekulationen, wie viel das Unternehmen wert ist.

Pfingsten ist eine nachrichtenarme Zeit, da kann man ja mal eine Rekordzahl in die Runde werfen – 100 Milliarden Dollar. Damit wäre das soziale Netzwerk an der Börse höher bewertet als etwa Deutsche Bank, Deutsche Post und Lufthansa zusammen. Facebook hatte Anfang 2011 etwa 2.000 Mitarbeiter und weltweit mehr als 500 Millionen Nutzer. Bankenkreisen zufolge lag der Umsatz von Januar bis September 2010 bei 1,2 Milliarden Dollar, der Netto-Gewinn lag bei 355 Millionen Dollar.

Hallo? Das Unternehmen soll fast das Hundertfache seines Umsatzes wert sein? Continue reading „Facebook-Bubble“

Das Smartphone – der Spion in der Tasche

Smartphones boomen. Sie sind mobile Kommunikationszentrale, Statussymbol, Photoalbum und Musiksammlung. matthiasKurz: Sie sind große Datenspeicher mit ständiger Internetverbindung. Das macht die Spaßgeräte zum Angriffsziel. Nachdem ich die Geschichte meines Kollegen Matthias von Hein gelesen habe, überlege ich mir, ob mein nächstes Handy ein Android-Bolide sein muss, oder ob man nicht doch neidisch auf jene Zeitgenossen gucken sollte, deren Handys einfach nur zum Telefonieren da sind und die eher an einen Faustkeil aus der Steinzeit erinnern.

Wie Osama gezappt hat

Alexander Svensson hat im Netz ein paar Osama bin Laden-Videos gefunden, deren Screenshots er in seinem Blog Wortfeld veröffentlicht hat.

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Offenbar hat sich das Pentagon nach schwerem inneren Ringen entschlossen, einige Szenen aus Abbottabad freizugeben, und irgendjemand hat daraus ein DVD-Menu gebastelt.

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Wenn es denn echt ist, dann sieht man hier, welche Favoriten der Mann hatte:

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Al-Jazeera auf 1, BBC Arabic auf 2, Deutsche Welle-TV Arabic auf 17, das findet Alexander Svensson noch okay. Aber Bloomberg auf 18 und 19 wundert ihn schon. Es sei denn, man plant neue Anschläge und setzt auf fallende Kurse bei den Aktien. Da weiß man bei Bloomberg am schnellsten, was Sache ist.