Data Journalism Handbook gratis im Netz
Geschrieben von rolf am 12. Mai 2012 | Abgelegt unter Medien, Netzkultur, Web 2.0
Vor einem halben Jahr wurde die Idee für ein neues Standardwerk zu Datenjournalismus geboren - jetzt steht das Ergebnis gratis im Web - allerdings nicht als Download-Version, weil der Verlag O’Reilly Media das Werk in einer gedruckten Version herausgeben will. “An der Verwirklichung der Idee waren maßgeblich das European Journalism Centre und die Open Knowledge Foundation beteiligt, ebenso wie die zahlreichen Journalisten, die im Tagwerk datenjournalistische Projekte für Publikationen wie Australian Broadcasting Corporation, BBC, Chicago Tribune, The Guardian, Financial Times, Helsingin Sanomat, New York Times, ProPublica, Washington Post oder Zeit Online umsetzen”, schreibt der Wiener “Standard” in seiner Online-Ausgabe.
Prompt meldet sich ein nörgelnder Leser zu Wort: Datenjournalismus sei “die journalistische variante von dem, was rating-agenturen machen: fern vom realgeschehen in virtuellen statistiken, datenbanken, der wikipedia, dem internet allgemein und sonstigen trashcans herumwühlen, da ein bisserl was mit dem in verbindung bringen, das ganze in eine gefällige form gießen und als recherche den lesern unterzujubeln.oder so.”
Oder so. Leser Martin Major scheint Datenjournalisten für Trüffelschweine zu halten, die in öffentlich zugänglichen Statistiken nach Sensationsstories wühlen. Dem ist natürlich nicht so - aber Datenjournalisten visualisieren Zusammenhänge, die so manche Stammtisch-Weisheit widerlegen können. Zum Beispiel, indem man die Bevölkerungsstruktur der Stadt New York mit den Kriminalitätsraten nach Tatorten kombiniert und als Ergebnis herausbekommt, dass in überwiegend von Schwarzen bewohnten Stadtteilen die Kriminalitätsrate keineswegs höher ist als anderswo.
Der
Natürlich hat mein Blog keine große Leserschaft, und auf fb wird es einem leicht gemacht, mal schnell auf eine URL zu verweisen und diesen Verweis mit einem kurzen Kommentar zu versehen, der sofort für alle sichtbar ist. Da sind Blogs, die auf WordPress basieren, eindeutig im Nachteil. Doch ich muss gestehen: fb macht mich nicht mehr sonderlich an. Zu 95 Prozent werden da nette Witzchen, Karikaturen und Privatfotos ausgetauscht, ohne die man notfalls auch leben kann. Nur ein einziges mal hat sich auf fb eine ernsthafte Diskussion entwickelt.