Der neue US-Präsident will in einer Dekade 25 Millionen neue Jobs schaffen. Das ist ambitioniert, aber machbar. Nur nicht mit den Methoden eines Donald Trump, behaupte ich.
Endlich kann man einmal nachlesen, was US-Präsident Donald Trump wirklich plant, um die Wirtschaft der USA anzukurbeln: Auf der offiziellen Webseite des Weißen Hauses ist seit kurzem der Aufsatz „Bringing Back Jobs And Growth“ zu lesen, jawohl, alles mit großen Anfangsbuchstaben geschrieben. Darin beklagen Trumps Berater, dass seit der Finanzkrise 2008 nahezu 300 000 industrielle Arbeitsplätze verschwunden sind, sich die Staatsschulden verdoppelt haben – und dass die Mittelklasse schrumpft.

Der neue Held der Mittelklasse will das umkehren, die Wirtschaft wieder „in die Spur bringen“, das Wachstum der Wirtschaft auf eine Jahresrate von vier Prozent hochschrauben und 25 Millionen neue Arbeitsplätze innerhalb der nächsten Dekade schaffen. Interessant ist an diesem Aufsatz nicht nur, was drinsteht, sondern auch, was nicht.
In Washington treffen sich mal wieder die Finanzminister und Notenbankgouverneure von rund 185 Staaten zur Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (das ist sozusagen die Finanzfeuerwehr der Vereinten Nationen für in Not geratene Länder) und der Weltbank (das ist die Schwesterorganisation des IWF, eine Art Universität mit geballtem entwicklungspolitischem Wissen und angeschlossener Bank, die als globaler Entwicklungsfinenzierer auftritt). Der Chef des IWF, Dominique Strauss-Kahn, wird als künftiger Staatspräsident Frankreichs gehandelt. Gegenüber der Deutschen Welle hat er 