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Ach ja, nun haben wir sie: Die Neuauflage der Euro-Krise. Nach Griechenland ist nun also auch Irland in die Schusslinie der Finanzmärkte geraten. Die Euro-Länder bzw. deren Steuerzahler werden einspringen müssen. Diese Hilfen beenden aber die Krise nicht, solange es keine Insolvenzordnung für die EU-Staaten gibt.

Oh weh. Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi will sich zum Retter in der Finanzkrise aufschwingen. Anfang Juli ist er Gastgeber des nächsten G8-Gipfels. Sein Vorgänger Romano Prodi hatte dafür die Inselgruppe La Maddalena zwischen Sardinien und Korsika ausgesucht. Aber Berlusconi wäre nicht Berlusconi, wenn er nicht viel bombastischere Pläne hätte. Er würde viel lieber mit seinen sechs Kollegen und Frau Merkel auf der MSC Fantasia im Mittelmeer herum schippern. Das ist ein 333,3 m langes Kreuzfahrtschiff, das einer neapolitanischen Reederei gehört und unter panamaischer Flagge fährt. Vielleicht möchte er ja seinen Gästen zeigen, wie sauber Neapel geworden ist?
Die Bundesregierung stützt die angeschlagenen Autobauer noch bis Jahresende mit einer Verlängerung der Abwrackprämie. Das kostet Finanzminister Peer Steinbrück nochmal mindestens eine Milliarde. Ein populistisches Wahlkampfgeschenk mit zweifelhafter Wirkung – und obendrein eine doppelte Mogelpackung.