
Folgende dpa-Meldung geht gerade über den Ticker: „Das Verkehrsministerium hat bestätigt, dass bei Abgas-Tests im Zuge der Diesel-Affäre 30 von 53 untersuchten Autos zu viel CO2 ausgestoßen haben. Das Kraftfahrtbundesamt sei mit weiteren Prüfungen beauftragt, es werde einen umfassenden und transparenten Bericht geben, sagte eine Sprecherin am Freitag in Berlin. Um welche Modelle es sich handelt und ob deutsche oder ausländische Autos betroffen sind, sagte sie nicht. Offen blieb auch, wann der Bericht veröffentlicht werden soll.“
Sollten etwa nicht alle betrügen?
Leute, ich weiß ehrlich nicht, warum das eine Nachricht sein soll. Jeder weiß, dass die Autohersteller Verbrauchstests unter völlig unrealistischen Bedingungen machen, jeder weiß, dass man den Angaben zum Durchschnittsverbrauch in den Hochglanzprospekten getrost mindestens einen Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer dazu rechnen kann. Da der CO2-Ausstoß direkt proportional zum Kraftstoffverbrauch ist, muss folglich auch jeder wissen, dass die Angaben zum CO2-Ausstoß geschönt sind. Selbst Beamte im Verkehrsministerium sollten das wissen. Da uns jeder Autohersteller betrügt, ist die eigentliche Nachricht, dass nur bei 30 von 53 Modellen gelogen worden sein soll!

Wenn so eine armselige Klitsche wie
„Sie verletzen Menschenrechte beim Einkauf von IT-Produkten“ – dieser Vorwurf springt einen an, wenn man auf der Webseite des schwedischen Non-Profit-Unternehmens
Youtube, Twitter und Blogs liefern Nachrichten sehr viel aktueller als alle anderen Medien. Denn bevor die ersten Drehteams vor Ort sind, haben Augenzeugen ihr Video längst per Smartphone hochgeladen. Doch sind die alle echt? Uwe Sievers hat sich darüber in der aktuellen Ausgabe der medienpolitischen Zeitschrift „MMM“ („Menschen machen Medien“ der Gewerkschaft ver.di) 
