Crowding Out – wann schlagen Konjunkturprogramme ins Gegenteil um?

Finanzminister Peer SteinbrückIch mag Peer Steinbrück, unseren Finanzminister. Ich habe ihn vor einigen Sommern in Bonn kennengelernt, als er noch kein bundespolitisches Amt hatte und ohne Jackett und Krawatte, sondern nur mit Hosenträgern durch das ehemalige Bonner Regierungsviertel geschlendert ist und Anekdoten erzählt hat. Sehr unterhaltsam.

Am vergangenen Freitag (30.1.2009) hat er im Bundestag das Konjunkturprogramm der Bundesregierung verteidigt – und gleichzeitig klar gemacht, dass es für solche Hilfen auch Grenzen gibt.

Peer Steinbrück hat Sorgen. Nämlich dass Konjunkturprogramme in Höhe von 70 bis 80 Milliarden Euro nicht nur die Verschuldung des Staates in die Höhe treiben, sondern auch die Wirtschaft bremsen statt anfeuern können.
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Urlaubspläne adé?

Schade. Eigentlich wollten meine Frau und ich im nächsten Jahr wieder Urlaub in den USA machen. Im vergangenen Jahr waren wir drüben, als man für einen Euro 1,60 Dollar bekam, und die Kreditkartenrechnung entsprechend moderat ausfiel. Nun steht der Euro bei 1, 28 Dollar. Und das Schlimme ist: Vermutlich wird der Euro gegenüber dem Dollar weiter verlieren. Obwohl die USA das Mutterland der Krise sind und sich dort der wirtschaftliche Abschwung mit ungebremster Wucht vollzieht.
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Traurige Rekorde

Mit 83 Kilo bei 186 cm Körpergröße bewege ich mich, was mein Körpergewicht angeht, vermutlich im Normalmaß. Als ich die Wohnung meiner Eltern auflösen musste, habe ich mit meinen 83 Kilo insgesamt 1850 Kilo Pröll ausgeräumt und auf die Müllkippe gefahren (wo waren damals eigentlich meine drei Brüder?) – und ich glaubte, ich hätte damals einen einsamen Rekord erzielt. Nichts da. Einer meiner besten Freunde leidet unter einer dicken Depression. Er hat seine Bude seit 35 Jahren nicht mehr renoviert. Heute haben wir 2320 Kilo Pröll aus seiner Wohnung auf die Kippe gefahren. Und nicht, wie bei meinen Eltern, aus dem 1. Stock, sondern aus dem 3. Stock unter dem Dach. Ein neuer, trauriger Rekord. Jetzt weiß ich, wo mein Kreuz sitzt, mir tun alle Knochen weh.

Konjunkturpaket II: Gut bis mangelhaft

Als die Bundesregierung Ende vergangenen Jahres zum ersten Mal mit dem Holzhammer auf den Lukas gehauen hat, ist der Zeiger bei „Schlappschwanz“ stehen geblieben. Das hat sie damals wohl selbst eingesehen und noch einmal kräftig nachgelegt: 50 Milliarden Euro will sie nun in den nächsten beiden Jahren in die Hand nehmen, um die Rezession abzumildern und der Konjunktur einen belebenden Impuls zu geben. Continue reading „Konjunkturpaket II: Gut bis mangelhaft“

Wahlkampf 2.0 – oder: Warum gibt es keinen ONANIE-Index?

Obwohl ich kein SPD-Mitglied bin, erreichte mich eine E-Mail der „sprechergruppe.spd@bundestag.de“. Die Leute scheinen etwas begriffen zu haben. In der E-Mail heißt es: „Der Wahlkampf hat begonnen. Viele von uns nutzen privat soziale Netzwerke. Aber auch einige unserer MdB haben erkannt, dass facebook, wer-kennt-wen und Co. echte Helfer sind bei der Vermittlung politischer Inhalte und Vorgänge. Kurzum: Ohne Online – kein Wahlsieg! Die Berliner Agentur newthinking communications veröffentlicht seit letztem Sommer Studien über das Engagement der Politik im sozialen Netz.“ Und die kann man hier nachlesen.
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