Ich mag Peer Steinbrück, unseren Finanzminister. Ich habe ihn vor einigen Sommern in Bonn kennengelernt, als er noch kein bundespolitisches Amt hatte und ohne Jackett und Krawatte, sondern nur mit Hosenträgern durch das ehemalige Bonner Regierungsviertel geschlendert ist und Anekdoten erzählt hat. Sehr unterhaltsam.
Am vergangenen Freitag (30.1.2009) hat er im Bundestag das Konjunkturprogramm der Bundesregierung verteidigt – und gleichzeitig klar gemacht, dass es für solche Hilfen auch Grenzen gibt.
Peer Steinbrück hat Sorgen. Nämlich dass Konjunkturprogramme in Höhe von 70 bis 80 Milliarden Euro nicht nur die Verschuldung des Staates in die Höhe treiben, sondern auch die Wirtschaft bremsen statt anfeuern können.
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Hmm, so ein Espresso, der tut gut, oder? Nach gut zwei Jahren Medien, Märkte und Moneten und kaum nennenswertem Feedback (sorry, GabiF, ich bin wohl kein guter Netzwerker) muss ich wohl mal erklären, weshalb ich das hier überhaupt mache. Mein Credo ist ganz einfach: Es gibt kaum einen Bereich menschlicher Interaktion, der nicht ökonomischen Gesetzen unterliegt. Manchmal habe ich das Gefühl, wenn ich sage, ich sei Wirtschaftsredakteur, dass ich ein wenig mitleidig angesehen werde, so als könnte ich nur in Kategorien von Umsatz, Gewinn und Prozenten denken, so als sei mein Beruf ungefähr so vielseitig wie der eines Fensterputzers, so als seien die Themen meiner Berichterstattung so eng umrissen wie ein U-Bahn-Tunnel. Politik-Redakteurinnen und Redakteure fassen meine Themen mit spitzen Fingern an, als seien die far out, jenseits von Gut und Böse. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall: Nichts, auch nicht Kultur, Kunst, Sport und Politik, kann sich ökonomischen Gesetzen entziehen, nichts spielt sich außerhalb der Ökonomie ab. Das gilt auch für die Ehe, die Kirche, den Profisport, die Prostitution und den Drogenhandel. Auch dort spielen Angebot und Nachfrage, Grenznutzen und Preiselastizitäten eine Rolle. Insofern können alle LeserInnen dieses Blogs beruhigt sein: Ich bleibe weiter bei Medien, Märkte und Moneten.
Hätte sich jemand am Anfang des Jahres 2008 träumen lassen, dass ihm mal Begriffe wie Kreditklemme, Rettungsschirm oder gar Finanzmarktstabilisierungsfonds von den Lippen kommen? Hier ein 