Der Populismus eines Donald Trump hat in Europa durchaus seine Entsprechungen. Europa ist keine Insel der Seligen, die vor Populisten sicher ist. Im Gegenteil: Sie werden Auftrieb erhalten durch den Wahlsieg des Donald Trump. Am 4. Dezember entscheiden die Italiener in einer Volksabstimmung über die wichtige Senatsreform. Fällt die durch, kann es passieren, dass bei Neuwahlen ein Ex-Komiker Ministerpräsident wird. Dann wäre Trump faktisch in der EU angekommen.
Trumps Wahlsieg berechtigt uns Europäer also noch lange nicht, die Nase zu rümpfen. Ich denke da nicht nur an Populisten wie Berlusconi oder Beppe Grillo in Italien, Victor Orban in Ungarn oder den heimlichen Strippenzieher in Polen, Jaroslaw Kaczynski. Nein, in Frankreich drohen uns Marine LePen und in den Niederlanden der Rechtspopulist Geert Wilders. Habe ich etwas vergessen? Ach ja, in Deutschland blüht eine Partei namens AfD auf. Sie tummelt sich im Reservoir der abgehängten und zurückgelassenen Kleinbürger mit ihrer Wut gegen „die da oben“ – und das sind genau die, die Donald Trump jenseits des Atlantiks zum Wahlsieg verholfen haben.
Der Wettlauf ist fast so alt wie das World Wide Web selbst: Seit Mitte der 1990er Jahre sind die Betreiber von Webseiten bemüht, ihre Webpräsenz für Suchmaschinen zu optimieren. In den Anfängen reichte es aus, die URL der entsprechenden Seite an die verschiedenen Suchmaschinen zu senden, die dann einen Crawler zur Analyse der Seite schickten und diese indexierten. Die Seitenbetreiber erkannten recht schnell, dass es sehr von Vorteil war, wenn die eigene Webseite weit oben in der Trefferliste der Suchmaschinen erscheint. Ein neuer Geschäftszweig war geboren: Viele Unternehmen tummeln sich inzwischen auf dem SEO-Feld (search engine optimization), die versprechen, die Seite des Kunden gegen Bares nach oben zu hieven. Weil aber die die Bewertungsalgorithmen von Google und Co. überhaupt nicht bekannt sind, gleicht das SEO-Geschäft einer Art Vodoo-Zauber – man könnte genauso gut würfeln, Karten legen oder in die Glaskugel gucken. Deshalb nenne ich diese Wichtigtuer „moderne Medizinmänner“.
Deutschland, wie geht es Deiner Wirtschaft? Seit gut zwei Wochen legen die großen deutschen Konzerne ihre Bilanzen zum zweiten Quartal vor – Anlass genug, so etwas wie eine Halbjahresbilanz zu ziehen. Und die ergibt ein insgesamt erfreuliches Bild. Die Automobilindustrie steigert ihren Absatz, selbst Volkswagen hat, was die Verkaufszahlen angeht, das Desaster um Dieselgate erstaunlich gut verkraftet. Und überhaupt: Es gibt kaum eine Wirtschaftsbranche, in der große Einbrüche zu registrieren wären – sieht man einmal von den Energieerzeugern ab, die die Energiewende verschlafen haben und nun Milliardenbeträge auf ihre fossilen und atomaren Altlasten abschreiben müssen. 
Oh weh! Wenn das stimmt, was viele deutsche Medien zurzeit umtreibt, dann können sich die Deutschen derzeit vor Angst kaum rühren. Die Online-Ausgabe der „Süddeutschen Zeitung“ titelt
Digitale Erpresser attackieren zunehmend mobil, auch in Deutschland. So wurde fast ein Viertel der in Deutschland zwischen April 2015 und März 2016 angegriffenen Android-Nutzer von so genannter Ransomware attackiert. Das entspricht einer Steigerung um das Fünffache im Vergleich zum Zeitraum 2014/2015. Diese Zahlen gehen unter anderem aus einer weltweiten Studie von Kaspersky Lab über die Entwicklung mobiler Ransomware hervor.
„Mit dem Download einer App handelt man sich das Risiko ein, Dritten den ungehinderten Zugriff auf Teile der Privatsphäre zu ermöglichen. In welchem Ausmaß und mit welchen Auswirkungen mobile Applikationen dazu in der Lage sind, in die Privatsphäre von Nutzer/innen einzudringen und Informationen über deren Verhalten zu sammeln, zeigt eine aktuelle Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. Die Studie hat die verfügbaren Apps des Google Play Store im Jahr 2012 untersucht, mit dem Ergebnis, dass jede zweite Gratis-App Zugriff auf sensible Informationen haben will.