Danke an Akismet

Kein Mensch interessiert sich für meinen Blog. Keiner? Nicht ganz. Die Spammer sind ganz wild darauf. Sie jibbern ganz extatisch wie die Fliegen, wenn sie einen neuen Scheißhaufen entdeckt haben – und schicken automatisierte Kommentare, die mitnichten meine Geistesblitze kommentieren, sondern für Poker- und Pornoseiten Reklame machen. Gut, dass ich rechtzeitig das Word-Press Plugin Akismet installiert habe. Das hat sich heute mit einer neuen Mitteilung gemeldet: „Akismet hat 1,531 mal Spam abgefangen, seit es installiert wurde.“ Mann, ich wäre schon mit einem Zehntel an ernst gemeinten Kommentaren zufrieden… Wobei ich mich jetzt doch frage, woher der Name Akismet eigentlich kommt. A-Kismet? Das klingt nach „nimmer verdient, Schicksal zu heißen, bloß weil er geschehen, der Blödsinn“. Weiß jemand, von wem das ist? Auflösung im nächsten Heft…

Zwieback für den Tiger

Die chinesische Journalistin Zhang Danhong ist seit dem 1. März Mitglied der Wirtschaftsredaktion der Deutschen Welle. Sie fühlt sich sehr wohl bei uns und wir freuen uns über diese personelle Verstärkung. Allerdings war die Entscheidung, sie als stellvertretende Leiterin der China-Redaktion abzusetzen, „voreilig und nicht gerechtfertigt. Die Entscheidung war falsch.“ Das findet zumindest der Journalist Ulrich Wickert, der von DW-Intendant Erik Bettermann beauftragt worden war, den Vorwürfen nachzugehen, Danhong arbeite in der Deutschen Welle als Fünfte Kolonne der KP Chinas. Wickert: „Was ein Deutscher sagt, darf eine Chinesin noch lange nicht sagen.“ Wohl wahr. Danhongs Zitate hätten auch von Frank-Walter Steinmeier stammen können. Dann hätte sich kein Mensch darüber aufgeregt. Was Wickert sonst noch herausgefunden hat, steht hier.

Terrorismus op Kölsch

Meine Bloggerfreundin Marion hat ihre eigene Sichtweise auf den tragischen Zusammensturz des Kölner Stadtarchivs. Köstlich. Dabei fällt mir ein: Wäre das vor zwei Jahrzehnten in Bonn passiert, hätten wir ein Problem weniger. Wenn ein Reisender aus dem Hauptausgang des Bonner Hauptbahnhofs tritt (sehr putzig, denn Bonn hat nur einen Bahnhof), dann blickt er nicht etwa auf ein halbwegs ansehnliches Stadtpanorama, sondern auf einen Betonbau in rund 7,5 Meter Entfernung. Eine Sünde aus den 70er Jahren, die man heute nur mit immensen Kosten weg kriegt. Man stelle sich vor, die U-Bahn wäre nur acht Meter weiter links gebaut worden (was nahe liegt, denn sie macht kurz danach ohnehin eine Linkskurve zur Station Universität/Markt), dann wäre vielleicht dieser elende Betonbau in sich zusammengesunken!