Ok, ich weiß: Nachtreten ist unsportlich. Bush ist weg vom Fenster. Aber dieses Frettchen aus Texas namens George W. Bush reizt mich trotzdem zu einer Nachbetrachtung.
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Monat: Januar 2009
Traurige Rekorde
Mit 83 Kilo bei 186 cm Körpergröße bewege ich mich, was mein Körpergewicht angeht, vermutlich im Normalmaß. Als ich die Wohnung meiner Eltern auflösen musste, habe ich mit meinen 83 Kilo insgesamt 1850 Kilo Pröll ausgeräumt und auf die Müllkippe gefahren (wo waren damals eigentlich meine drei Brüder?) – und ich glaubte, ich hätte damals einen einsamen Rekord erzielt. Nichts da. Einer meiner besten Freunde leidet unter einer dicken Depression. Er hat seine Bude seit 35 Jahren nicht mehr renoviert. Heute haben wir 2320 Kilo Pröll aus seiner Wohnung auf die Kippe gefahren. Und nicht, wie bei meinen Eltern, aus dem 1. Stock, sondern aus dem 3. Stock unter dem Dach. Ein neuer, trauriger Rekord. Jetzt weiß ich, wo mein Kreuz sitzt, mir tun alle Knochen weh.
Brennende Irrenhäuser
Der Bonner Erziehungswissenschaftler Prof. Volker Ladenthin hält mangelnde historische und moralische Bildung für eine wichtige Triebfeder von Terroristen. Für ihn stellt sich Terrorismus „weniger als politisches, denn als Bildungsproblem“ dar – wenn auch als eines mit zum Teil erheblichen politischen Folgen.
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Konjunkturpaket II: Gut bis mangelhaft
Als die Bundesregierung Ende vergangenen Jahres zum ersten Mal mit dem Holzhammer auf den Lukas gehauen hat, ist der Zeiger bei „Schlappschwanz“ stehen geblieben. Das hat sie damals wohl selbst eingesehen und noch einmal kräftig nachgelegt: 50 Milliarden Euro will sie nun in den nächsten beiden Jahren in die Hand nehmen, um die Rezession abzumildern und der Konjunktur einen belebenden Impuls zu geben. Continue reading „Konjunkturpaket II: Gut bis mangelhaft“
Schnee in Bonn (II)
ist natürlich am schönsten, wenn er liegenbleibt und strahlender Sonnenschein zum Wandern einlädt…
Wahlkampf 2.0 – oder: Warum gibt es keinen ONANIE-Index?
Obwohl ich kein SPD-Mitglied bin, erreichte mich eine E-Mail der „sprechergruppe.spd@bundestag.de“. Die Leute scheinen etwas begriffen zu haben. In der E-Mail heißt es: „Der Wahlkampf hat begonnen. Viele von uns nutzen privat soziale Netzwerke. Aber auch einige unserer MdB haben erkannt, dass facebook, wer-kennt-wen und Co. echte Helfer sind bei der Vermittlung politischer Inhalte und Vorgänge. Kurzum: Ohne Online – kein Wahlsieg! Die Berliner Agentur newthinking communications veröffentlicht seit letztem Sommer Studien über das Engagement der Politik im sozialen Netz.“ Und die kann man hier nachlesen.
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Das große Wunschkonzert
Die Spitzen der großen Koalition haben am Montag über ein zweites Konjunkturpaket beraten. Es soll auf zwei Jahre angelegt sein und einen Umfang von rund 50 Milliarden Euro haben, erklärten die Fraktionschefs von Union und SPD, Volker Kauder und Peter Struck nach über fünfstündigen Verhandlungen im Berliner Kanzleramt. Ein wenig muss es wie bei einem Kindergeburtstag zugegangen sein…
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Schnee in Bonn
Man glaubt es kaum. Im Rheinland ist das wirklich eine Seltenheit. Aber wenn dort anderhalb Schneeflocken zu sehen sind, geht verkehrsmäßig nichts mehr. Bin deshalb heute eine halbe Stunde früher losgefahren, um dem Chaos zuvor zu kommen. Das Bild, heute morgen um 8:30 Uhr aufgenommen, zeigt übrigens den Blick aus meinem Büro – direkt auf den Firmensitz des Konzerns Solarworld, dessen Aktien man vor ein paar Jahren noch billig hätte erwerben können.
Egal. Bis Mittwoch sind in NRW Schulferien, und bis dahin können sich alle Schulkinder über echte Rodel-Abenteuer freuen. Das Siebengebirge ist nicht weit, und da gibt es Rodelpisten, die eine echte Herausforderung an Mensch und Material darstellen. Ich weiß, wovon ich rede. Ein Abhang von der Löwenburg mit einem vereisten Buckel – mit entsprechender Flugeinlage – hat mir nahe gebracht, was hinter dem Begriff Hämatom steht. Das reichte vom Knie bis zum Hüftknochen, war anfangs dunkelrot, dann blau, bis es schließlich grüngelb wurde. Ach ist das schön, wenn der Schmerz nachlässt!
Credo
Hmm, so ein Espresso, der tut gut, oder? Nach gut zwei Jahren Medien, Märkte und Moneten und kaum nennenswertem Feedback (sorry, GabiF, ich bin wohl kein guter Netzwerker) muss ich wohl mal erklären, weshalb ich das hier überhaupt mache. Mein Credo ist ganz einfach: Es gibt kaum einen Bereich menschlicher Interaktion, der nicht ökonomischen Gesetzen unterliegt. Manchmal habe ich das Gefühl, wenn ich sage, ich sei Wirtschaftsredakteur, dass ich ein wenig mitleidig angesehen werde, so als könnte ich nur in Kategorien von Umsatz, Gewinn und Prozenten denken, so als sei mein Beruf ungefähr so vielseitig wie der eines Fensterputzers, so als seien die Themen meiner Berichterstattung so eng umrissen wie ein U-Bahn-Tunnel. Politik-Redakteurinnen und Redakteure fassen meine Themen mit spitzen Fingern an, als seien die far out, jenseits von Gut und Böse. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall: Nichts, auch nicht Kultur, Kunst, Sport und Politik, kann sich ökonomischen Gesetzen entziehen, nichts spielt sich außerhalb der Ökonomie ab. Das gilt auch für die Ehe, die Kirche, den Profisport, die Prostitution und den Drogenhandel. Auch dort spielen Angebot und Nachfrage, Grenznutzen und Preiselastizitäten eine Rolle. Insofern können alle LeserInnen dieses Blogs beruhigt sein: Ich bleibe weiter bei Medien, Märkte und Moneten.